Linux Notebook P50IJ von Asus im Test
Auf der Suche nach einem neuen leistungsfähigen Notebook mit alternativem Betriebssystem konnte ich das P50IJ von Asus finden.

Bild :: Asus P50IJ
Asus bietet das Notebook seit Ende 2009 in einer Linux Variante ohne kommerziell zu erwerbende Software an.
Das Notebook P50IJ-SO008L kurz angetestet …
- 15.6” HD 16:9 AntiGlare Display LED, max Aufl. 1366×768
- Intel Pentium Dual Core T4300 (2.1 GHz/1MB L2 Cache/800MHz FSB)
- 2048 MB DDR2-RAM
- 250 GB SATA-Festplatte 5400rpm
- Intel GMA 4500M
- DVD+-RW DL Laufwerk
- Intel Wireless WiFi 802.11b/g/n
- numerisches Tastenfeld
- 0.3 Megapixel Web-/Videokamera
- 3-in-1 Card Reader
- 2,7 kg inkl. Akku
- mattes Display und mattes Gehäuse
- ASUS Ice Cool Design
- Linux
Bestellung
Das Notebook habe ich bei ixsoft.de bestellt. Die Bestellung war nicht ganz leicht. Der Onlineshop ist leider etwas unübersichtlich und erst der Link Hardware listet alle angebotenen Linux Notebooks auf. Laut Preisvergleichsportalen nicht das günstigste Angebot, aber dafür ohne Versandkosten und das Notebook kann mit vorinstalliertem Ubuntu 9.10 Karmic Koala und 4GB Hauptspeicher für € 479,00 bestellt werden.
Lieferung
Gut eine Woche später wurde das Notebook von ixsoft.de durch DHL ausgeliefert. Ein Tux mit Weihnachtsmütze und ein Buch “ubuntu – Das Anwenderhandbuch” für Ubuntu 5.10 Breezy Badger aus dem Jahr 2005 – wer es haben möchte soll es kriegen … :-) – gabs oben drauf.
System
Alles ist gut eingerichtet und mit der zwei Seiten Kurzanleitung von ixsoft.de kommt auch ein Linux-Neuling mit dem vorinstalliertem System zurecht.
Die wichtigen Funktionstasten für Standby, WLAN, LCD-hell, LCD-dunkel, LCD an/aus, CRT/LCD, Ton an/aus, Ton leiser und Ton lauter funktionieren.
Auch der Wunsch Ubuntu 9.10 Karmic Koala 64-Bit wurde erfüllt. :-)
$ uname -m x86_64

Linux Notebook P50IJ :: System
Nur das kabellose Netzwerk wollte nicht so richtig. Etwas mehr Netzwerkverkehr und die Verbindung wird ständig beendet und neu aufgebaut.
... ... linux-laptop wpa_supplicant[1045]: CTRL-EVENT-SCAN-RESULTS ... linux-laptop wpa_supplicant[1045]: CTRL-EVENT-DISCONNECTED - Disconnect event - remove keys ...
Die Lösung ist schnell gefunden. Einfach die Backports für Karmic installieren und nach dem nächsten Neustart ist die Verbindung nicht nur stabil sondern die Signalstärke steigt von 70% auf 100%.
$ sudo apt-get install linux-backports-modules-karmic
Fazit
Mit dem neuen Notebook ändert sich das Gefühl für Geschwindigkeit. Es ist einfach nur schnell … :-)
Positiv
- Linux
- Performance
- Tastatur (mit Nummernblock)
- AntiGlare Bildschirm
- Temperatur
- Preis
Negativ
- Akkulaufzeit
- Grafikkarte
mehr ...
17. Januar 2010 um 12:47
Was hast du an der Grafikkarte auszusetzen? Wie ist die Akkulaufzeit denn? Notebookcheck schreibt immerhin von 1,5 bis 6h.
Negativ ist meiner Meinung nach auch die geringe vertikale Auflösung des Bildschirms …
17. Januar 2010 um 12:54
Wenn du noch Software nachinstallieren musst, damit WLAN ordentlich läuft, gehört das meiner Meinung nach definitif in die Negativen Punkte!
17. Januar 2010 um 12:58
Grafikkarte; Spielen kaum möglich …? Naja, eigentlich Spiel ich auch nicht, für mich ist die Grafikkarte ausreichend.
Akkulaufzeit; da bin ich bestimmt von meinem Netbook mit 4-5 Stunden verwöhnt, 2-3 Stunden dann gehts nicht ohne Atomstrom.
Mit der geringen vertikalen Auflösung habe ich keine Probleme?
17. Januar 2010 um 13:05
@asd; hat doch mit dem Notebook selbst nichts zu tun, sondern mit dem vorinstallierten OS durch ixsoft.
17. Januar 2010 um 14:11
Gibt es eigentlich Linux-Netbooks mit ordentlicher Grafik? Also ATI/NVIDIA mit eigenem Speicher?
17. Januar 2010 um 14:17
@Quopp; wenn nicht bei ixsoft.de dann vielleicht bei one.com und sonst Notebooks-ohne-Windows?
17. Januar 2010 um 14:27
Ein Schnäppchen ist das Notebook bei ixsoft mit 479,00 EUR ja leider nicht. Selbst bei Amazon ist es günstiger. Geschweige denn bei Hardwarehouse, wo es für unter 400 EUR zu haben ist.
17. Januar 2010 um 14:30
Schnäpchen nicht wirklich, aber dafür keine Versandkosten, mit 4GB (2GB = € 439,00) und vorinstalliertem Ubuntu.
17. Januar 2010 um 16:12
Ad Akkulaufzeit: Falls diese wirklich zu gering ist: Schon probiert, mit dem Laptop-Mode-Einstellungen zu spielen?
Ia. ist die Laufzeit nämlich mit schon 9.10 und den Standardeinstellungen um einiges länger als mit 9.04, somit sollte ein Geräte mit 9.10 auf keinen Fall eine kürzere Laufzeit haben als dasselbe mit Windows drauf…
17. Januar 2010 um 16:36
@mg: Danke für den Link in die uu.de-Wiki. Hätte ich wahrscheinlich nie selbst gefunden.
17. Januar 2010 um 20:29
@Gerald; noch nicht, hab das Notebook erst seit zwei Tagen …
18. Januar 2010 um 09:26
Dein anfängliches Netzwerkproblem hört sich stark nach dem an, welches mir auch begegnete. Bei mit half auch die Installation des backports. Teste doch bitte mal folgendes:
Starte einen langen Download (z.b. Ubuntu DVD) und beobachte dann den Netzwerkverkehr mit dem “Systemmonitor”. Hast Du auch genau alle 2 Minuten einen Totalausfall der Übertragung für eine Dauer von ca. 5 Sekunden?
Nach meinen Recherchen ist das noch ein grundsätzliches Problem bei 802.11n – Karten. Hier dauert ein scan der Frequenzen einfach ein vielfaches länger als bei bisherigen Formaten. Das ganze müßte dann also unabhängig vom Chip sein und auf alles Linux-Systemen mit 802.11n auftreten. Ich habe einen Atheros AR928X.
Ich habe mir den Acer Extensa 5635Z für 440€ gekauft und bin nach anfänglichen Schwierigkeiten eigentlich sehr zufrieden: https://wiki.ubuntu.com/LaptopTestingTeam/AcerExtensa5635Z
18. Januar 2010 um 16:30
@DrScott; ja kann ich bestätigen, alle zwei Minuten kurzer Ausfall, zeitgleich wird folgendes protokolliert.
… wpa_supplicant[1042]: CTRL-EVENT-SCAN-RESULTS
Workaround?
18. Januar 2010 um 16:57
Also Ausfall ist wohl das falsche Wort: Die Verbindung bleibt intakt. Zum Scannen muß der Chip aber die Channels wechseln, weshalb in dieser Zeit dann auf dem eigenen Channel kein Transfer stattfinden kann. Bei g bzw. b mode-Hardware ist dieser Zeitraum viel kürzer, da hier wesentlich weniger zu Scannen ist. Unter dem von mir vorhin erwähnten Link ist ein weiterer Link, der zu meiner einzigsten heißen Spur führt: Irgendwie mit einer neueren wpa_supplicant version und einigen Optionen soll es möglich sein, den gesamt-Scan in Teile zu zerlegen, wobei dazwischen eben immer wieder zum Heimatchannel gehopst wird. Vielleicht ist das auch die Strategie unter Windows. Denn dort kann ich den Effekt nicht beobachten. Richtig doof ist der nämlich, wenn man in einer Remoteshell arbeitet und alle 2 Minuten denkt, der Rechner wäre abgestürzt… ;-)
Welcher Chipsatz ist den in deinem Laptop verbaut? Wenn das tatsächlich ein generelles 802.11n-Problem ist, dann mache ich vielleicht einen Beitrag auf uu.de auf. Gemeinsam findet sich die Lösung bestimmt viel schneller.
18. Januar 2010 um 16:58
P.S: Es hilt auch nichts, wenn man den AP auf b+g umstellt…
18. Januar 2010 um 18:20
@DrScott; ich habe noch gar keinen AP, der das Protokoll -n unterstützt. :-)
Network controller: Atheros Communications Inc. AR9285 Wireless Network Adapter (PCI-Express) (rev 01)18. Januar 2010 um 21:59
Nagel mit Kopf: Wer will kann ja hier mitmachen: http://forum.ubuntuusers.de/topic/aussetzer-in-der-uebertragung-bei-draft-n-802/