Filme unter Ubuntu für das Google Nexus 7 konvertieren

Das Tablet Nexus 7 von Google hat eine ordentliche Auflösung aber dafür etwas wenig Speicher. Um den einen oder anderen Film unterwegs ansehen zu können, müssen die Filme zuvor in das richtige Format konvertiert werden.

Google Video Player :: Fail

Google Video Player :: Fail

Erste Versuche unter Ubuntu das richtige Format – zwischen Quantität und Qualität – zu erstellen …

HinweisDas folgende Beispiel wurde unter Ubuntu 12.10 (Quantal Quetzal) durchgeführt und auf einem Nexus 7 von Google getestet.

Filme können unter Ubuntu u.a. mit der Software HandBrake in verschiedene Formate konvertiert werden. Die aktuellste Version kann im Terminal nach hinzufügen des Pakets durch “apt” installiert werden.

$ sudo apt-add-repository ppa:stebbins/handbrake-releases
$ sudo apt-get update
$ sudo apt-get install handbrake-gtk

Nach erfolgreicher Installation befindet sich HandBrake im Starter und bietet umfangreiche Einstellungsmöglichkeiten an.

Ubuntu HandBrake :: Encoding

Ubuntu HandBrake :: Encoding

HinweisDer 7″-Bildschirm des Nexus 7 von Google hat die Auflösung 1280×800-HD und das Betriebssystem Android 4.2.1 Jelly Bean unterstützt die Video Codecs H.263, H.264 AVC, MPEG-4 SP, und VP8.

Folgende Formate werden empfohlen.


SD (Low quality) SD (High quality) HD
Video codec H.264 H.264 H.264
Video resolution 176 x 144 px 480 x 360 px 1280 x 720 px
Video frame rate 12 fps 30 fps 30 fps
Video bitrate 56 Kbps 500 Kbps 2 Mbps
Audio codec AAC-LC AAC-LC AAC-LC
Audio channels 1 (mono) 2 (stereo) 2 (stereo)
Audio bitrate 24 Kbps 128 Kbps 192 Kbps

Als Kompromiss zwischen Qualität und Dateigröße habe ich folgende Einstellungen gewählt.

Video Encode: H.264
Framerate: 30
Bitrate (kbps): 500

Nach Auswahl der Quelle (Source) und des Titels (Title) kann die Konvertierung über “Start” gestartet werden.

TippKann als Quelle eine DVD nicht verwendet werden, hilft der Artikel DVD-Wiedergabe (libdvdcss2) weiter.

Die Video-Dateien können komfortabel durch AirDroid mit dem Browser auf das Tablet geladen werden.

TippAirDroid nimmt nur Video-Dateien mit der Endung .mp4 oder .3gp an. Einfach die Dateien von .m4v in .mp4 umbenennen.

Die Filme sollten nach dem hinzufügen auf dem Tablet in der Anwendung “Play Movies” unter “Meine Videos” zur Auswahl angezeigt werden …

Play Movies :: Meine Videos

Play Movies :: Meine Videos

… und können direkt abgespielt werden. :-)

Quellen:

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4 Antworten zu “Filme unter Ubuntu für das Google Nexus 7 konvertieren”

  1. Pit sagt:

    Im Prinzip ist Handbrake die beste App für Videoencodierung die ich kenne, da sie auf x264 basiert liefert sie auch eine super Qualität.

    An der einen Stelle würde ich jedoch einen kleinen Vorschlag einbringen:

    Wenn man nur “Bitrate” wählt wird eine normale 1pass encodierung gemacht mit fixer Bitrate. Wählt mann 2pass mit Turbo First Pass dauert es länger aber die Qualität wird bei gleicher Dateigröße schonmal wesentlich besser.

    Deswegen würde ich unbedingt auf “Constant Quality” umsteigen und je nach persölichen Geschmack Werte zwischen 20(Super qualität) und 27(geradenoch akzeptabel) wählen.
    Hier wird die Bitrate automatisch gewählt so dass sich eine bestimmte Zielqualität des Ausgangsmateriales ergibt. Der Vorteil: Es wird nicht an manchen Filmen Bitrate verschwendet oder fehlt, so wird z.B. manch ein Cartoon mit 1/3 der Bitrate eines actionreichen Filmes noch super aussehen. Der Nachteil: die Ausgangsgröße ist nicht vorherzusehen.

    Als Basis natürlich immer das Preset Regular->High Profile nehmen

  2. mg sagt:

    @Pit; vielen Dank für den Hinweis.

    Ich probiere noch verschiedene Einstellungen aus, da kommt mir die Erklärung sehr entgegen. :-)

  3. stefan sagt:

    oder du installierst dir einfach vlc auf das nexus7 und brauchst nicht konvertieren :-)

  4. pitthepro sagt:

    @stefan:
    Das ist eine sehr bequeme Lösung, dann hat man auch die Originalqualität vom Ausgangsmaterial und es ist sehr schnell

    Die Konvertierung hat manchmal aber auch Vorteile:
    Erstens kann man die Dateien etwas kleiner bekommen, was bei dem limiteriten Speicher nicht so unwichtig ist.
    Zweitens kann das Tablet dann sicher den Hardware-Decoder nehmen für die Videos was für den Benutzer heißt u.U. eine Menge Strom sparen bei der Wiedergabe. Unterwegs eine schöne Sache.

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